Das Engagement qualifizierte Fachkräfte zu akquirieren muss dabei in erster Linie auf regionaler Ebene angegangen werden. Dagegen muss Forschung und Entwicklung (F&E), wie von der IHK seit langem gefordert, überregional erfolgen. Es wäre begrüßenswert, wenn Prof. Pötzl von Coburg aus bei den anderen oberfränkischen Hochschulen initiativ federführend auftreten würde.
Bei aller Kritik von Seiten der Hochschule darf nicht vergessen werden, dass bereits heute zahlreiche funktionierende Schnittstellen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft existieren. Sei es die Campus Messe, die am 11.11. zum dritten Mal als Kooperationsveranstaltung von IHK und Hochschule durchgeführt wird, die Coburger Designtage, die auf Initiative der IHK ins Leben gerufen wurden, die gemeinsamen Projekte zur Fachkräftesicherung wie z.B. die Durchführung von Unternehmensexkursionen für Studierende, um die Unternehmen vor Ort besser kennenzulernen, und nicht zuletzt die Förderung des Hochschulnachwuchses im Rahmen der alljährlichen IHK-Preis-Verleihung. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen.
Die IHK bedauert, dass ihre Aktivitäten zur stärkeren Vernetzung von Wirtschaft und Wissenschaft von der Hochschulleitung nicht erkannt werden. Die Hand der Wirtschaft bleibt jedoch ausgestreckt.