„Auch rechtfertigt die anziehende Konjunktur keine höheren Gewerbesteuersätze. Viele hier ansässige Unternehmen haben die Krise gerade hinter sich gelassen und können in der aufkeimenden Konjunktur keine steuerliche Mehrbelastung gebrauchen. Käme es dazu, so würde nicht nur die wirtschaftliche Attraktivität unserer Stadt, sondern auch die Wettbewerbsfähigkeit unserer Betriebe beeinträchtigt.“
Wir müssen uns bewusst sein, dass Coburg im Wettbewerb mit den Metropolen im Freistaat und den Höchstfördergebieten in Südthüringen steht“, so IHK-Präsident Herdan. Deshalb gilt es unsere Brückenfunktion zwischen der Europäischen Metropolregion Nürnberg und Südthüringen zu stärken und nicht durch Abgabenerhöhungen zu schwächen.
Zur langfristigen Lösung der Haushaltsprobleme der Stadt Coburg sind vielmehr strukturelle Anpassungen nötig. Bevor an der Steuerschraube gedreht werde, müssen langfristige Sparpotentiale innerhalb der Stadtverwaltung, z.B. im Personalbereich ausgelotet und Verluste bei Kommunalbetriebe abgebaut bzw. Erträge erzielt werden.
„In Zeiten, in denen es darauf ankommt, zusätzliche Investoren zu gewinnen und ansässigen Unternehmen gute Rahmenbedingungen zu bieten, ist eine höhere Steuerbelastung nicht zielführend“, so IHK-Präsident Friedrich Herdan. „Unsere Mitgliedsunternehmen brauchen in den nächsten Jahren wieder Gewinne, um die frühere Stabilität zurückzuerlangen. Wer jetzt den Gewerbesteuerhebesatz anhebt, bremst die Eigenkapitalbildung und sorgt indirekt dafür, dass die regionale Wirtschaft bei künftigen Krisen anfälliger ist.“
Industrie- und Handelskammer zu Coburg
Friedrich Herdan
Präsident