„Diesem Beitrag gemäß wollen wir uns vertreten wissen, nicht mehr und nicht weniger“, postulierten die Anwesenden Michael Amthor, Arcadia Hotel, Axel Fink, Landhaus Hotel Fink, Barbara und Bernd Glauben, Romantik Hotel Goldene Traube, Stephan Grah, Braunes Ross Weidhausen, Gisela Gutwill, Ring Hotel Stadt Coburg, Karin Knauer, Best Western Blankenburg Hotel, Christof Pilarzyk, Braugasthof Grosch, und Dieter Weil, Kurhotel Bad Rodach.
Die Hoteliers beklagen einhellig das Fehlen eines durchgängigen Marketingkonzepts zur Vermarktung Coburgs als Tourismusdestination. Zwar gebe es seit 2009 das Tourismuskonzept Coburg, welches Forderungen und einen Maßnahmenkatalog enthält, um die Tourismusregion Coburg voranzubringen. Die Umsetzung sei jedoch bis heute allenfalls ansatzweise erfolgt. Auch die daraus erwachsene Idee das Regionalmanagement als „Tourismus-Kümmerer“ einzusetzen, war gut gedacht, ist aber ebenfalls bisher nicht erkennbar wirksam geworden. „Was nützt das beste Konzept, wenn es keiner aufgreift“, kritisiert Bernd Glauben, Geschäftsführer des Romantikhotels Goldene Traube.
Die Stadt wird aufgefordert, zeitnah Maßnahmen zu ergreifen, die Passivität im Coburger Tourismus zu überwinden. Unverzüglich müsse sich die Stadt um fachlich qualifiziertes Personal bemühen, mit dem die Neupositionierung des Tourismusbüros angegangen werden kann. “Das hohe Tourismuspotenzial der Region wartet darauf gewinnbringend vermarktet zu werden“, stellt IHK-Präsident Herdan fest.
Dazu bedarf es der konsequenten Vernetzung von Stadt und Landkreis Coburg - ein Problem, das uns seit Jahrzehnten beschäftigt. Coburg darf sich nicht länger als Einzelkämpfer darstellen.
Bernd Glauben blickt auf die Arbeit im touristischen Ausschuss von Stadt und Landkreis mit dem Hinweis, dass es künftig Einzelmaßnahmen verschiedener Gemeinden oder z.B. der Initiative Rodachtal zu bündeln gilt. Nicht zuletzt sollte über einen touristischen Zusammenschluss Coburgs mit dem angrenzenden Südthüringen und der Region Lichtenfels/Bad Staffelstein nachgedacht werden.
„Die touristischen Möglichkeiten wie historische Sehenswürdigkeiten in Stadt und Landkreis Coburg, fremdenverkehrliche Attraktionen angrenzender Regionen, die ThermeNatur in Bad Rodach sowie kulinarische Besonderheiten, müssen künftig unter dem Dach einer einheitlichen Marke vermarktet werden“, so IHK-Präsident Friedrich Herdan und sagte den Hoteliers und Gastronomen zu, sich zeitnah dementsprechend bei den kommunalen Spitzen sowie bei den leider immer noch autark arbeitenden Tourismusgremien in Stadt und Landkreis einzusetzen.