Exportvizeweltmeister stellt sich selbst ein Bein

22.02.2012

Die Industrie- und Handelskammer zu Coburg protestiert gemeinsam mit allen bayerischen Industrie- und Handelskammern vehement gegen die Gelangensbestätigung.

In einem Brief an den bayerischen Finanzminister Markus Söder betonen sie, dass sich Deutschland mit dieser Regelung, die in keinem anderen europäischen Land existiere, selbst ein Bein stelle. Mit der Gelangensbestätigung gilt eine Lieferung in die EU nicht mehr ab Werkstor als von der Umsatzsteuer befreit, sondern erst, wenn der Empfänger den Erhalt der Ware bestätigt. Die bisherigen Nachweise, z. B. die weiße Spediteurbescheinigung, Frachtbrief, Rechnung oder Lieferschein gelten nur noch bis zur Jahresmitte.

"Es kann nicht sein, dass ausgerechnet der Exportvizeweltmeister eine hausgemachte exporthemmende Regelung erlässt", heißt es in dem IHK-Brief an Söder. Die IHKs betonen, dass Unternehmen anderer EU-Mitgliedstaaten einen entsprechenden Nachweis nicht erbringen müssen. Söder solle sich deshalb für eine praktikable und wettbewerbsfreundliche Änderung der Umsatzsteuer-Durchführungsverordnung, der Rechtsgrundlage für die Gelangensbestätigung, einsetzen.

Ansprechpartner in der IHK zu Coburg:

Elisabeth Löhr, Leiterin Bereich International, Tel.: 09561/7426-14

Frank Jakobs, Leiter Bereich Recht, Tel.: 09561/7426-17

Infrastruktur Wege für Morgen
GL Systems Certification