IHK im Gespräch mit Seehofer - Herdan wirbt für ländlichen Raum

02.05.2012

Präsidenten und Hauptgeschäftsführer der Bayerischen Industrie- und Handelskammern trafen sich mit Ministerpräsident Horst Seehofer in der Staatskanzlei zu einem wirtschaftspolitischen Gedankenaustausch. Neben dem Ministerpräsidenten nahmen am Gespräch auch die Ressortminister Martin Zeil (Wirtschaft), Dr. Ludwig Spaenle (Kultus) und Christine Haderthauer (Arbeit & Soziales) teil. Die Vertreter der Kammern brachten dem Regierungschef erneut wichtige Anliegen aus Sicht der regionalen Wirtschaften näher. Der Ministerpräsident lobte die gute Zusammenarbeit zwischen den bayerischen IHKs und der Bayerischen Staatsregierung.

Im Mittelpunkt des Gesprächs standen Eurokrise und Mindestlohn sowie die Themen Fachkräftesicherung und Strategien für den ländlichen Raum. Ausführlich diskutiert wurde auch das Thema Betreuungsgeld.

In der Diskussion um den ländlichen Raum appellierte IHK-Präsident Friedrich Herdan an die Politik von dieser Begrifflichkeit Abstand zu nehmen. Coburg sei eine Region mit hoher Industriedichte und Lebensqualität. Der Begriff „ländlicher Raum“ sei dagegen negativ besetzt, was es den heimischen Betrieben oft schwer mache, Fachkräfte zu akquirieren. In diesem Kontext forderte Herdan die Landespolitiker auf stärker in „Clustern“ zu denken, d. h. in regionalen Wertschöpfungszusammenhängen.

Bei Kultusminister Dr. Spaenle bedankten sich die Coburger IHK-Vertreter nochmals persönlich für die Einrichtung einer Technikerschule ab dem Schuljahr 2011/2012. Auf Wirken der IHK zu Coburg mit Unterstützung des Landtagsabgeordneten Jürgen W. Heike wird diese im Schwerpunkt Maschinenbautechnik unterrichten. Im zweiten Jahr wird die Schule je nach Bedarf der Wirtschaft und Nachfrage der Schüler u.a. Lerninhalte der Fahrzeugtechnik sowie der regenerativen Energie vertiefen.

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